Auf dem kleinen Campingplatz bei Esneux konnten wir am Abend professionelle Dreharbeiten verfolgen. Immer wieder wurde ein Geburtstagsständchen gefilmt. Regenschauer hörten am Morgen auf. Wir shutteln zum AKW. Priorität ist, pünktlich bei der Menschenkette zu sein.

Das war mal die Bergwertung eines Radrennens.

Bei der Tour-Vorbereitung war ich im Second-Hand-Markt auf ein Rennrad-Dress mit französischsprachigem Sponsor-Aufdruck gestoßen. Hier das Original, nicht weit vom AKW Tihange.

Nach kurviger Bergabstrecke konnte man das AKW Tihange sehen. Es liegt an einer Nationalstraße. Direkt am AKW ist unter anderem ein Bio-Supermarkt.

Am Fluss direkt am Gelände verläuft ein Radwanderweg. Ähnlich wie am AKW Grohnde. Auch der Fluss ist stark befahren.

Uns war nicht ganz klar was passiert, wenn wir Fotos machen. Die zahlreichen Kameras am Zaun schwenkten teilweise zu uns rüber.

Ganz schön gruselig hier.

Noch ein Bild mit Betreiber-Logo. Dann mit Rückenwind zur Menschenkette. Kein gutes Gefühl, wenn man am AKW startet.

In Liège warf der Wind die Räder um. Dann war der Akku des Navigationshandy alle. Die Solar-Powerbank hatte noch etwas Reserven. Aber die grobe Richtung war ja klar… flussabwärts.

Am Café nahe des Treffpunkt des Kilometer 38 der Menschenkette bekamen wir von Regionalkonferenz „AKW Grohnde abschalten“-Kollege Karsten Medaillen überreicht.

Geschafft! Vielen Dank für die Unterstützung: Die netten Begegnungen und die Verpflegung an Start-, Rast- und Zielorten, die hilfsbereiten Gastgeber*innen und die trotz gewöhnungsbedürftiger Strecken immer gut gelaunten Mitradelnden. Das war eine starke Teamleistung!

Brennende Sonne und starke Winde machten mehrfach deutlich, welche Potentiale auf deutscher und belgischer Seite aktuell nur ungenügend genutzt werden: Statt in einer gemeinsamen Anstrengung für eine lebenswerte Zukunft die erneuerbaren Energien massiv und bis zum 100%-Ziel schnell auszubauen, spielen Regierungen und Konzerne weiter Zukunfts-Roulette mit Kohle- und Atomkraftwerken, starten unsinnige und riskante Castor-Transporte auf dem Neckar  und schustern sich gegenseitig Geld zu.

Wir haben auf jeden Fall Geschmack am Radfahren über längere Strecken gefunden und es ergeben sich bestimmt weitere Anlässe. In naher Zukunft, am 9. September 2017, bietet sich 2 Wochen vor der Bundestagswahl zum Beispiel die „Demo für einen europäischen Atomausstieg“ in Lingen an.

Wer den Fernradweg „Grohnde-Tihange“ nachfahren will, ist durch die Etappenberichte über die kleinen Besonderheiten ganz gut informiert. Hiermit endet also die Berichterstattung der Erstbefahrung.

Auf http://bielefeld-steigt-ein.de/tihange gibt es bald eine Foto-Dokumentation des Kilometer 38 der Menschenkette bei Oupeye!